Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde am 13. Dezember 1919 von Marie Juchacz gegründet. Sie entstand aus der Idee, soziale Verantwortung als gemeinsame Aufgabe einer demokratischen Gesellschaft zu verstehen. Von Beginn an war ihr Leitgedanke, Menschen zur Selbsthilfe zu befähigen und gesellschaftliche Teilhabe unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sozialem Status zu fördern.
In der Weimarer Republik schuf die AWO erste soziale Einrichtungen wie Suppenküchen, Beratungsstellen und Bildungsangebote für benachteiligte Gruppen. Während des Nationalsozialismus wurde die Organisation verboten, ihr Vermögen enteignet. Nach 1945 begann der Wiederaufbau, getragen von ehrenamtlichem Engagement und dem Ziel, eine sozial gerechte und demokratische Gesellschaft mitzugestalten.
Heute ist die AWO einer der sechs Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland. Sie steht für die Werte Freiheit, Gleichheit, Solidarität, Gerechtigkeit und Toleranz. Diese Grundwerte prägen das Handeln aller Mitglieder, Mitarbeitenden und Trägerorganisationen – von der Bundesebene bis in die lokalen Einrichtungen.
Als föderal strukturierter Verband ist die AWO auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene aktiv. Der Bundesverband übernimmt politische und fachliche Grundsatzarbeit, während die Kreis- und Ortsverbände die AWO-Werte vor Ort leben und konkrete Angebote für Menschen in ihrer Region gestalten.
Mehr zur Geschichte, den Grundwerten und zur bundesweiten Arbeit der Arbeiterwohlfahrt finden Sie auf der Seite des AWO Bundesverbands.
