Willkommen
Bündnis für Leverkusen


Liebe Freundinnen und Freunde,

die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände Leverkusen hat  in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit ihre Erklärung zum "Bündnis für Leverkusen" vorgestellt; mit dem in der Erklärung verbundenen Aufruf verfolgt die Arbeitsgemeinschaft das Ziel, angesichts der zur Genüge bekannten finanziellen Lage der Stadt Leverkusen ein breites gesellschaftliches Bündnis zu erreichen, das sich gegen die strukturell verursachten Gründe der Finanzsituation wendet.

Hierzu wurde im Internet unsere Erklärung veröffentlicht und es werden alle Bürgerinnen und Bürger sowie Organisationen aufgerufen, diese Erklärung zu unterstützen. Wir sind unter der Internetadresse
www.buendnis-fuer-lev.de zu erreichen; dort kann jede und jeder ihre/seine Unterstützung dokumentieren.

Ich danke Ihnen für Ihre Unterstützung.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Viertel

Peter Viertel
Kreisvorsitzender

 
Nachstehend die Erklärung:

Bündnis für Leverkusen

Die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, der die Leverkusener Verbände Arbeiterwohlfahrt KV Leverkusen e.V., Caritasverband Leverkusen e.V., Deutsches Rotes Kreuz KV Leverkusen e.V., Der Paritätische, Kreisgruppe Leverkusen und Diakonisches Werk des Evangelischen Kirchenkreises Leverkusen angehören, ruft alle Verbände, Vereine, Bürgerinnen und Bürger der Stadt auf, mit ihnen gemeinsam für eine andere und bessere finanzielle Situation der Stadt Leverkusen einzutreten. Wenn nicht bald etwas geschieht, dann werden sehr viele Kommunen in Nordrhein-Westfalen ihre Aufgaben nicht mehr wahrnehmen können.

Der finanzielle Gestaltungsspielraum für Leverkusen wird immer mehr eingeschränkt und ist in absehbarer Zeit nicht mehr vorhanden. Seit Jahren bemühen sich alle gesellschaftlichen und politischen Kräfte, den wachsenden Aufgaben der Stadt gerecht zu werden. Die Einnahmen aber wachsen mit den gesetzlich vorgeschriebenen Aufgaben nicht mit und die derzeitige Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft die Situation in einem für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt unerträglichen Maß. Es ist zu befürchten, dass vereinbarte politische Beschlüsse im Bereich der Steuerpolitik diese Entwicklung beschleunigen.

Als Lösung wird von übergeordneten Behörden als einziges Mittel das Sparen angesehen. So verlangt der Regierungspräsident, wie in der Vergangenheit auch schon das Kienbaum-Gutachten und jüngst erst wieder das Gemeindeprüfungsamt von der Stadt, immer wieder massive Einsparungen. Diese würden zu noch weiteren Einschnitten in das soziale und kulturelle Leben dieser Stadt führen, ohne dass sich grundsätzlich an der Situation etwas ändert.

Die Ursachen für das Dilemma sind bekannt: Strukturwandel, eine globalisierte Wirtschaftskrise, Aufbau Ost – ein Ende der Abwärtsspirale ist nicht absehbar. Seit über 15 Jahren wird darüber geklagt, aber es ändert sich wenig.

Wesentliche, in der Öffentlichkeit auch immer wieder benannte Gründe für das finanzielle Desaster der Kommunen sind die vielfachen von den Gesetzgebern in Bund und Land beschlossenen Gesetze zu Lasten der Kommunen, der mittlerweile nur noch über Kredite zu finanzierende Solidarpakt Ost sowie die unzureichenden Schlüsselzuweisungen des Landes und fehlende Finanzausgleiche zwischen Städten und Gemeinden.

Wenn sich diese Situation nicht bald ändert, werden wir alle die Folgen zu spüren bekommen: Betreuungsplätze für Kinder in Kindergärten oder Offenen Ganztagsgrundschulen werden noch teurer, Turnhallen und andere Sporteinrichtungen für die Allgemeinheit werden geschlossen, Schulen und andere öffentlichen Gebäude werden unzureichend gereinigt, notwendige Sanierungen werden auf die lange Bank geschoben, Vereine, Selbsthilfegruppen, Einrichtungen und Dienste erhalten weniger oder gar keine Unterstützung mehr.

Der verordnete Sparzwang gefährdet Kultur- und Bildungseinrichtungen, die Bereiche Jugend, Soziales und Gesundheit. Die soziale Infrastruktur der Stadt ist in ihrer Substanz bedroht und damit auch der notwendige gesellschaftliche Zusammenhalt. Wenn sich nichts ändert, werden hier vor Ort in allen Lebensbereichen die Mittel fehlen, um Entwicklungen für Kinder, Familien oder Senioren adäquat zu begleiten. Und selbst wenn sich noch mehr Menschen ehrenamtlich engagieren würden, so ist damit nicht alles aufzufangen, was an Investition in Bildung, soziale Arbeit, Sport und Kultur notwendig ist.

Deshalb fordern wir:

 

  • eine vollständige Umsetzung des im Grundgesetz festgelegten Konnexitätsprinzipes: Von Bund oder Land verursachte gesetzliche Verpflichtungen für die Kommunen sind auch von diesen vollständig zu finanzieren.
  • Kommunen in Nothaushalten müssen durch eine Entlastung der Altschulden von den horrenden Zinszahlungen befreit werden.
  • Arme Kommunen wie Leverkusen müssen von der Verpflichtung befreit werden, ggf. auch durch Kredit in den Fonds Deutsche Einheit einzahlen zu müssen.
  • Wir brauchen endlich ein gerechteres und solidarisches System der Lastenverteilung zwischen „armen“ und „reichen“ Kommunen in unserem Land, um die strukturelle Unterdeckung des kommunalen Haushaltes beenden zu können.
  • Wir benötigen ausreichende Finanzmittel in den Kommunen, nicht nur im Land, beim Bund oder für Europa.
 

Termine

29.07., 16:00 -17:00
Spiel(T)raum
03.08., 14:30 -16:00
English for Kids im Kindergarten ( ab 4 Jahren)
03.08., 15:30 -16:30
Elterncafe
04.08., 19:30 -21:00
Kundalini Yoga
05.08., 16:00 -17:00
Spiel(T)raum
10.08., 14:30 -16:00
English for Kids im Kindergarten ( ab 4 Jahren)
11.08., 19:30 -21:00
Kundalini Yoga
12.08., 16:00 -17:00
Spiel(T)raum
17.08., 14:30 -16:00
English for Kids im Kindergarten ( ab 4 Jahren)
18.08., 19:30 -21:00
Kundalini Yoga
19.08., 16:00 -17:00
Spiel(T)raum
24.08., 14:30 -16:00
English for Kids im Kindergarten ( ab 4 Jahren)
25.08., 19:30 -21:00
Kundalini Yoga
26.08., 16:00 -17:00
Spiel(T)raum
31.08., 14:30 -16:00
English for Kids im Kindergarten ( ab 4 Jahren)

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Umfrage: Die Diskussion über die neue Armut ...
 

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